Niereninsuffizienz bei der Katze: Symptome erkennen & natürlich behandeln

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Niereninsuffizienz bei der Katze

Die chronische Niereninsuffizienz ist eine der häufigsten Alterserkrankungen der Katze – und je früher man sie erkennt, desto mehr Lebensqualität bleibt erhalten.

KatzeAktualisiert Juni 2026 · ca. 5 Min. Lesezeit

Was ist eine Niereninsuffizienz?

Bei einer chronischen Niereninsuffizienz (CNI) lässt die Filterleistung der Nieren nach und nach nach. Die Nieren entgiften das Blut, regulieren den Wasserhaushalt und wichtige Mineralstoffe – fällt diese Leistung ab, reichern sich Abfallstoffe im Körper an. Das Tückische: Erste Beschwerden zeigen sich oft erst, wenn schon ein großer Teil des Nierengewebes betroffen ist.

Warum Katzen so häufig betroffen sind

Die Niereninsuffizienz gehört zu den häufigsten Erkrankungen älterer Katzen. Katzen stammen ursprünglich aus Wüstenregionen und trinken von Natur aus wenig – ihre Nieren arbeiten dadurch ein Leben lang auf Hochtouren. Mit den Jahren macht sich das oft bemerkbar.

Diese Symptome sollten Sie ernst nehmen

Achten Sie besonders auf diese frühen Anzeichen:

  • vermehrtes Trinken und größere Urinmengen
  • langsamer, stetiger Gewichtsverlust
  • nachlassender Appetit, wählerisches Fressen
  • stumpfes, ungepflegtes Fell
  • Mattigkeit und vermehrtes Schlafen
  • gelegentliches Erbrechen, Mundgeruch

Wichtig

Diese Anzeichen können auch andere Ursachen haben. Bei Verdacht gehört Ihre Katze zuerst in tierärztliche Untersuchung – je früher, desto mehr lässt sich erreichen.

Wie wird die Niere untersucht?

Ein Blutbild zeigt die wichtigsten Nierenwerte (Harnstoff, Kreatinin sowie der frühsensible SDMA-Wert), ergänzt durch eine Urinuntersuchung. In meinem eigenen Labor in Datteln werte ich Vitalblut sofort aus, größere Befunde liegen meist in 24–48 Stunden vor.

Naturheilkundliche Behandlung

Eine bestehende Niereninsuffizienz lässt sich nicht rückgängig machen – aber der Verlauf lässt sich oft spürbar verlangsamen und die Lebensqualität erhalten. Ich lege den Schwerpunkt auf eine nierengerechte Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, pflanzliche Unterstützung zur Entlastung des Stoffwechsels und die regelmäßige Beobachtung der Werte. Jede Katze bekommt ihren individuellen Plan. Mehr dazu auf der Seite Nierenerkrankungen bei Hund & Katze.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter sollte ich die Nieren checken lassen?
Bei Katzen lohnt sich ab etwa 7–8 Jahren ein jährlicher Blutcheck der Nierenwerte – so erkennt man eine beginnende Schwäche, bevor sichtbare Symptome auftreten.
Ist eine Niereninsuffizienz heilbar?
Nein, einmal verlorenes Nierengewebe erholt sich nicht. Mit der richtigen Behandlung lässt sich der Verlauf aber oft deutlich verlangsamen und die Lebensqualität lange erhalten.
Was kann ich zu Hause tun?
Sorgen Sie für ständig frisches Wasser (mehrere Näpfe, evtl. ein Trinkbrunnen), beobachten Sie Trinkmenge und Gewicht und halten Sie die tierärztlichen Kontrolltermine ein. Den behandelnden Plan stimmen wir gemeinsam ab.

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